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Initiativbewerbung

Wie Sie eine Initiativbewerbung optimal vorbereiten, damit sie auch von Erfolg gekrönt ist!

Schreiben Sie eine Initiativbewerbung
niemals so ins Blaue hinein!

 

Sehr geehrte Bewerberin,
sehr geehrter Bewerber,

Wenn Sie kein konkretes Stellenangebot von Ihrem Wunsch-Unternehmen haben, dann schreiben Sie eine Initiativbewerbung (früher auch Blindbewerbung genannt).

Der besondere Vorteil gegenüber einer konventionellen Bewerbung, die sich auf eine öffentliche Stellenausschreibung bezieht, besteht vor allem darin, dass Ihnen keine oder nur wenige Konkurrenten die Einladung zum Vorstellungsgespräch streitig machen. Daher werden auch Initiativbewerbungen von Personalern und weiteren Verantwortlichen auch mit mehr Aufmerksamkeit gelesen. Denn ein Stapel von etwa 100 Bewerbungen, die zu bearbeiten sind, entfällt.

Damit Ihre Initiativbewerbung auch große Chancen auf Erfolg hat, ist es besonders wichtig, dass Sie sich gründlich darauf vorbereiten.

Informieren Sie sich zur Initiativbewerbung gründlich über Ihr Wunsch-Unternehmen.

Je nach Größe und Bekanntheitsgrad werden Sie dazu die meisten Infos im Internet finden. Studieren Sie den unternehmenseigenen Webauftritt von der Selbstdarstellung und Firmenphilosophie über das Portfolio an Produkten und Dienstleistungen bis hin zu veröffentlichten Pressemitteilungen, Newslettern und Broschüren.

Dabei werden Sie in der Regel auf interessante oder auch außergewöhnliche Aussagen und Ansagen stoßen, von denen Sie sich jene 2 bis 3 notieren, die Ihnen am meisten imponieren.

Checken Sie für die Initiativbewerbung Ihre Stärken.

Je nach dem, für welchen Job bzw. für welche Tätigkeiten Sie sich initiativ bewerben, haben Sie natürlich entsprechende Qualifikationen, Fähigkeiten und Erfahrungen. Und darauf kommt es nun auch im zweiten Schritt Ihrer Vorbereitung an.

Je nach dem, für welchen Job bzw. für welche Tätigkeiten Sie sich initiativ bewerben, haben Sie natürlich entsprechende Qualifikationen, Fähigkeiten und Erfahrungen. Und darauf kommt es nun auch im zweiten Schritt Ihrer Vorbereitung an.

Notieren Sie sich dabei jeweils 2 bis 3

– beste Fähigkeiten
– wertvollste Erfahrungen
– größte Erfolge

Mit diesen wichtigen Notizen aus Ihren Recherchen über das Unternehmen und zu Ihren Fähigkeiten, Erfahrungen und Erfolgen bereiten Sie nun im dritten Schritt das Telefongespräch mit dem Personalverantwortlichen oder einem Fachabteilungsleiter vor.

Mit diesen wichtigen Notizen aus Ihren Recherchen über das Unternehmen und zu Ihren Fähigkeiten, Erfahrungen und Erfolgen bereiten Sie nun im dritten Schritt das Telefongespräch mit dem Personalverantwortlichen oder einem Fachabteilungsleiter vor.

Bei einer Initiativbewerbung entscheidet ein vorheriges Telefonat ganz entscheidend über Erfolg (Vorstellungsgespräch) oder Absage, denn…

  • Sie erfahren generell, ob eine Bewerbung überhaupt erwünscht ist.
  • Sie begründen Ihre hohe Motivation mit den notierten Informationen zum Unternehmen und bauen damit erste Sympathien auf.
  • Sie erobern erste Interessen an Ihrem fachlichen Know-how mit Ihrem notierten Wissen und Können.
  • Sie erfahren eventuell schon konkrete Aufgaben und Anforderungen, die Sie in Ihrem Anschreiben zielgenau „ausschlachten“ können (quasi ein mündliches Stellenangebot).
  • Sie demonstrieren Selbstbewusstsein und Kommunikationsfähigkeiten.

Wie Sie für die Vorbereitung auf eine Initiativbewerbung
ein Telefongespräch führen.

Welchen Mitarbeiter Ihres Wunsch-Unternehmens sollten Sie nun „an die Strippe“ bekommen – einen Personaler, den Abteilungsleiter oder den Geschäftsführer?

Auch darüber entscheidet einerseits Ihre Recherche über das Unternehmen und andererseits Ihre spezifische Tätigkeit, für die Sie sich bewerben wollen. In der Regel wird es der Personalchef oder ein Assistent sein.

Sprechen Sie aber bevorzugt gleich mit einem Abteilungsleiter, wenn Sie der Überzeugung sind, dass er Ihr Fachwissen wesentlich besser teilen kann. Und wenn Sie sich auf eine Führungsposition bewerben, dann ist eventuell auch der Geschäftsführer gleich der richtige Ansprechpartner.

Bevor Sie nun die betreffende Nummer wählen, müssen Sie sich noch darüber im Klaren sein, dass Sie das Gespräch offensiv führen und stets die Initiative ergreifen.

Und so könnte dann ein erstes Telefongespräch (von der Zentrale angefangen) verlaufen:

Hier ist die Max Mustermann Maschinenbau GmbH. Sie sprechen mit Frau Müller-Lüdenscheid. Was kann ich für Sie tun?

Guten Tag Frau Müller-Lüdenscheid. Mein Name ist Hans Dampf. Weil ich ein qualifizierter Werkzeugmechaniker bin und viel Berufserfahrung habe, bin ich an einer Mitarbeit in Ihrem Unternehmen sehr interessiert. Bitte geben Sie mir die Möglichkeit, mit Ihrem Personalleiter vorab darüber zu sprechen.

 

Anmerkung: Sagen Sie immer zuerst Ihren vollständigen Namen. Begründen Sie dann gleich Ihren Anruf. Wenn Sie nur sagen, dass Sie den Personaler sprechen wollen, ist das erstens nicht sehr höflich und zweitens werden Sie sofort mit einem „Worum geht es denn?“ konfrontiert. Bei einem höflichen und offensiven Einstieg werden Sie dann auch sicherlich mit Ihrem gewünschten Gesprächspartner verbunden.

 

Der Personalleiter ist derzeit außer Haus. Möchten Sie später noch einmal anrufen oder darf ich Sie mit seinem Assistenten verbinden?

Ja gern. Dann spreche ich mit Herrn … Wie ist sein Name?

 

Anmerkung: In diesem Fall sollten Sie gleich die Möglichkeit nutzen und mit dem Assistenten reden, wobei Sie sich auch gleich über seinen Namen informieren können.

 

Das ist der Herr Lehmann. Ich verbinde Sie jetzt.

Vielen Dank und noch einen schönen Tag.

Personalabteilung – Lehmann – Was kann ich für Sie tun?

Guten Tag Herr Lehmann. Mein Name ist Hans Dampf. Weil ich ein qualifizierter Werkzeugmechaniker bin und viel Berufserfahrung habe, bin ich an einer Mitarbeit in Ihrem Unternehmen sehr interessiert. Und weil auch die Max Mustermann Maschinenbau GmbH beständig wächst und im letzten Jahr sogar um 12 Prozent den Umsatz steigern konnte, bin ich überzeugt, dass Sie an weiteren Fachkräften, zum Beispiel in der CNC-Programmierung und -steuerung interessiert sind. Darf ich Ihnen deshalb eine Initiativbewerbung zusenden?

 

Anmerkung: Fallen Sie also offensiv mit der Tür ins Haus. Nennen Sie daher gleich eine Ihrer recherchierten Informationen (12%-Umsatzsteigerung) und eine Ihrer besten Fähigkeiten (CNC-Technologie). Denn damit geben Sie eine klare Begründung für Ihren Anruf und Ihre Absicht an und darauf kann der Personaler auch gleich konkret antworten, ohne erst nachhaken zu müssen.

 

Ja, das hört sich zwar gut an. Aber im CNC-Bereich ist derzeit keine offene Stelle zu besetzen oder geplant. Von daher befürchte ich, dass eine Bewerbung keinen Erfolg haben wird.

Da kann ich Ihnen auch meine Fähigkeiten in der Konstruktion von Werkzeugen aller Einsatzmöglichkeiten anbieten. Denn in meinem letzten Projekt habe ich spezielle Schneid- und Umformgeräte für Kühl- und Vakuumanlagen mit Auto-CAD 3D konstruiert, die nun seit 6 Monaten erfolgreich im Einsatz sind. Ich sehe da auch gute Parallelen zu Werkzeugen für Ihre Kalibriermaschinen.

 

Anmerkung: Der Bewerber zieht also jetzt seinen zweiten Trumpf aus dem Kartenblatt seiner besten Fähigkeiten und begründet ihn mit einem erfolgreich abgeschlossenen Projekt. Zudem weist er auf die spezifische Maschinentechnik (Kalibriermaschinen) hin, um auch an dieser Stelle seinen gesammelten Informationen Ausdruck zu verleihen.

 

Ja, wenn Sie auch Experte auf diesem Gebiet sind, dann können Sie uns gern eine Bewerbung zusenden. Denn in der Konstruktion soll demnächst eine neue Stelle besetzt werden.

Ja wunderbar! Da habe ich noch eine letzte Frage: Wissen Sie worauf der Schwerpunkt bei dieser Stelle ausgerichtet werden soll – vielleicht bei der Robotik?

Das kann ich Ihnen nicht so genau sagen. Aber ich kann Sie dazu noch gern mit dem Abteilungsleiter verbinden.

Das ist sehr nett. Vielen Dank und Sie erhalten in den nächsten Tagen meine ausführlichen Bewerbungsunterlagen. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

 

Anmerkung: Mit einem fachspezifischen Schlagwort (Robotik) erreicht der Bewerber auch noch das Gespräch mit dem Abteilungsleiter, der ihm jetzt ganz genau sagen wird, welche Aufgaben und Anforderungen für die neue Stelle zu erfüllen sind (mündliches Stellenangebot).

 

Sofern der Bewerber jetzt ein zielgenaues Anschreiben und einen ebenso gewichteten Lebenslauf erarbeitet und schließlich alle erforderlichen Zeugnisse und Nachweise in einer professionellen Initiativbewerbung einreicht, dürfte der Einladung zum Vorstellungsgespräch nichts mehr im Weg stehen.

Bereiten Sie deshalb auch Ihre Initiativbewerbung gründlich vor und fassen Sie Mut und Entschlossenheit für ein vorheriges Telefongespräch.

 

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