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Antwort auf Absagen

Antwort auf Absagen

 
Leider haben Sie auf Ihre Bewerbung eine Absage erhalten.

Aber das muss noch nicht endgültig heißen, dass Sie Ihren (Traum-) Job nicht doch noch ergattern können. Denn mit einer trefflich formulierten Antwort auf Absagen können Sie sich durchaus noch Hoffnungen machen.
 

 

Wie Sie eine Antwort auf Absagen
gründlich vorbereiten und trefflich formulieren.

 

Warum bekommt man eine Absage?

 
Zuerst ist es sehr wichtig, die Gründe zu recherchieren und zu analysieren, die zur Absage geführt haben könnten.

Antwort auf Absage
Denn in nahezu jeder standardmäßig formulierten Absage werden keine konkreten Gründe mehr genannt.

Man wird somit nicht erfahren, ob dafür vielleicht die eigenen fachlichen Qualifikationen und Kenntnisse oder die persönlichen Fähigkeiten „verantwortlich“ sind.
 
 
Deshalb ist eine Antwort auf Absagen auch nutzlos, wenn man zuvor die Gründe erfragen will. Man wird bei einem derartigen Anruf zwar freundlich aber konsequent abgewiesen.

Warum werden keine wahren Gründe in den Absagen genannt?

Aufgrund der stark zunehmenden Auslegung des Antidiskriminierungsgesetzes, das Benachteiligungen aus Gründen der Rasse, wegen ethnischer Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern hat, verfassen die Personaler die Absagen auch bewusst so neutral wie möglich.

 

Gründe als Grundlagen für eine Antwort auf Absagen

 
Der Grund für eine Absage muss nicht immer auf Seiten des Bewerbers liegen – sondern kann durch das Unternehmen selbst konstruiert sein.

Das betrifft vor allem diese drei Umstände:

Antwort auf Absagen Das Stellenangebot ist nur zum Schein
Es gibt gar nicht wenige Unternehmen, die eine Stellenanzeige veröffentlichen, obwohl faktisch Einstellungsstopp herrscht. Das Ziel dieser Schleichwerbung ist Aufmerksamkeit zu erregen und zu suggerieren, dass es dem Unternehmen bestens ergeht, weil es weiter wächst.

Antwort auf Absagen Der Job ist bereits vergeben.
Viele Unternehmen und insbesondere öffentliche Einrichtungen sind verpflichtet, offene Stellen für jedermann zugänglich auszuschreiben. Aber einem geeigneten “Bewerber” ist der Job bereits fest zugesagt. Und die echten (geprellten) Bewerber können sich noch so abmühen – natürlich ohne Erfolg.

Antwort auf Absagen Das Stellenangebot ist falsch formuliert.
Die Erarbeitung eines Stellenangebotes ist in der Regel Aufgabe der Personalabteilung. Wenn sich diese aber nicht mit der relevanten Fachabteilung abgestimmt hat, kann das Stellenangebot Aufgaben enthalten, die nicht den tatsächlichen Arbeitsumfang in der betreffenden Fachabteilung beschreiben. Die Stellenanzeige ist damit wertlos und die entsprechenden Bewerbungen ebenso.

Ob nun einer dieser Umstände zur Absage geführt hat, wird der Bewerber nicht in Erfahrung bringen können. Allerdings kann es stark darauf hindeuten, wenn der Bewerber eine Bewerbung erarbeitet hat, in der seine Fachkenntnisse und Berufserfahrungen sowie seine persönlichen Fähigkeiten und Stärken mit den Aufgaben und Anforderungen des Stellenangebotes hervorragend übereinstimmen.

In einer Studie zum Thema „Woran scheitern Einstellungen“ sind das Marktforschungsinstitut Bitcom Research und die Personio GmbH

zu diesen Gründen gelangt:

Absagegrund 1 Der Bewerber erfüllt nicht die Kriterien der Stellenanzeige (97%).

Absagegrund 2 Fehlende Sympathie (75%)

Grund für Absagen Mangelhafte Soft Skills (70%)

Absagegrund 3 Unzureichende Berufserfahrung (69%)

Absagegrund 4 Ungenügende Deutschkenntnisse (61%)

Absagegrund 5 Mangelhafte Hard Skills (59%)

Absagegrund 6 Unzureichende Arbeitszeugnisse (52%)

Nun kann eine (oder mehrere) dieser Tatsachen auf den Bewerber wirklich zutreffen – und somit die Absage begründen.

Die Personalentscheider können aber auch zu diesen Absagegründen gelangt sein, weil sie aus dem Anschreiben, dem Lebenslauf und den Zeugnissen nicht die erwartete Eignung des Bewerbers entnehmen konnten.

 

Wann bekommt man eine Absage?

 
Zur gründlichen Vorbereitung einer Antwort auf die Absage muss man sich klar bewusst sein, wann die Absage eingetroffen ist.
Denn der Zeitraum zwischen dem Versand der Bewerbung und dem Erhalt der Absage ist sehr entscheidend, um auf mögliche Gründe der Absage eingehen zu können.

 

Erstens: Die kurzfristige Absage (innerhalb einer Woche)

Trifft nach dem Versand der Bewerbung die Absage bereits innerhalb einer Woche ein, dann handelt es sich quasi um eine sofortige Absage.

Als Gründe kommen in der Regel diese Aspekte in Frage:
– Muster-Anschreiben aus kostenlosen Download-Vorlagen
– Massen-Anschreiben (Serienbriefe) für jedes x-beliebige Unternehmen
– Fehlende Motivationsargumente im Anschreiben
– Nicht aussagekräftiger Lebenslauf
– Chronologische Lücken im Lebenslauf
– Fehlende Zeugnisse und Nachweise
– Ungeeignetes Bewerberfoto
– Mangelhafte Qualität der Bewerbungsunterlagen

 

Zweitens: Die mittelfristige Absage (nach einer bis drei Wochen)

Trifft nach dem Versand der Bewerbung die Absage zwischen einer und drei Wochen ein, dann ist es eine mittelfristige Absage. In diesem Zeitraum werden auch die meisten Absagen versendet.

Die Personaler haben sich die Bewerbung mehr oder weniger intensiv angesehen.
Allerdings konnte die Bewerbung nicht das hohe Interesse entfachen, was für eine Einladung zum Vorstellungsgespräch nötig gewesen wäre.
Daher haben sich die Personalverantwortlichen letztlich für eine Absage entschieden.

Als Gründe kommen in der Regel diese Aspekte in Frage:
– Fehlende Gründe für die Motivation zu den anstehenden Aufgaben
– Fehlende Gründe für die Motivation für die Mitarbeit im Unternehmen
– Keine bzw. mangelhafte Argumentation für die eigenen fachlichen Fähigkeiten
– Keine bzw. mangelhafte Argumentation für die eigenen persönlichen Stärken
– Fehlendes Selbstbewusstsein im Anschreiben (Konjunktive)
– Standardsätze aus Muster-Vorlagen
– Nichts aussagende Inhalte (z.B. „Mit großem Interesse habe ich gelesen, dass …“)

 

Drittens: Die längerfristige Absage (nach mehr als drei Wochen)

Trifft nach dem Versand der Bewerbung die Absage nach mehr als drei Wochen ein, dann ist es eine längerfristige Absage.

Die Personalentscheider haben sich daher (zumeist) die Bewerbung mit dem nötigen Interesse und viel Genauigkeit angesehen. Letztlich haben sie aber die Entscheidung zur Absage getroffen.

Als Gründe kommen zumeist diese Aspekte in Frage:
– Mitbewerber haben entscheidend wichtige Fachkenntnisse
– Mitbewerber haben mehr Berufserfahrung
– Mitbewerber haben bereits Führungserfahrung
– Anschreiben nicht professionell genug (bezüglich des Wesentlichen)
– Lebenslauf nicht aussagekräftig genug (z.B. fehlende Sprach- und IT-Kenntnisse)
– Struktur und Übersichtlichkeit der kompletten Bewerbung nicht optimal

 

Vor einer Antwort auf Absagen die eigene Bewerbung analysieren.

 

Erstens: Das Bewerbungsschreiben
 
Antwort auf AbsagenDas Bewerbungsschreiben muss sowohl auf das Stellenangebot als auch auf das Unternehmen
optimal ausgerichtet sein.

Dafür muss der Bewerber auf die im Stellenangebot beschriebenen Aufgaben und Anforderungen direkt eingehen. Er muss mit seinen Fachkenntnissen, Berufserfahrungen und persönlichen Stärken seine Eignung argumentativ begründen.

Besonders wichtig: Der Bewerber muss seine Motivation für die zukünftigen Aufgaben und für seine gewollte Mitarbeit im Unternehmen überzeugend formulieren.

Absagegrund „Massenanschreiben“: Ist ein Bewerbungsanschreiben so sehr allgemein formuliert, dass es mit gleichem Text auch an jede andere Firma versendet werden kann, erfolgt in der Regel eine schnelle Absage.
 
Absagegrund „Mustertexte“: Wer sich nicht den Kopf für eigene individuelle Formulierungen anstrengt, erhält ebenso eine schnelle Absage. Denn mit Kopien lassen sich weder Selbstständigkeit, Sorgfältigkeit und Fleiß beweisen.
 

  In meinem Service können Sie mir Ihr Anschreiben zusenden, das ich kostenlos und schnellstmöglich analysieren und bewerten werde.

 

 
Zweitens: Der lückenlose und aussagekräftige Lebenslauf

Ein lückenloser Lebenslauf enthält alle Phasen von der aktuellen Tätigkeit bis hin zur Schulbildung – und stets mit Monats- und Jahresangaben.

Ein aussagekräftiger Lebenslauf enthält insbesondere alle Haupttätigkeiten zu den verschiedenen Arbeitsverhältnissen.

Dabei ist es besonders wichtig, jene Tätigkeiten präzise anzugeben, die sich mit den Aufgaben des Stellenangebotes weitestgehend decken.

Dadurch wird der Lebenslauf entscheidend gewichtet, so dass die Eignung des Bewerbers klar hervorgeht.

Ebenso gehören zum aussagekräftigen Lebenslauf auch die Angaben zu Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie zu Sprach- und IT-Kenntnissen.

Wenn ein Lebenslauf chronologische Lücken enthält, kann das bereits der Absagegrund sein.
 

  In meinem Service können Sie mir Ihren Lebenslauf zusenden, den ich kostenlos und schnellstmöglich analysieren und bewerten werde.

 

 
Drittens: Vollständigkeit der Bewerbungsunterlagen

Zu allen Arbeitsverhältnissen der letzten 10 Jahre sollte ein Arbeitszeugnis vorliegen.

Besteht die aktuelle Berufstätigkeit schon seit mindestens drei Jahren, sollte auch ein zeitnahes Zwischenzeugnis ausgestellt sein.

Weiterhin gehören zu den vollständigen Unterlagen die Abschlusszeugnisse zu Studium, Berufsausbildung und Schulbildung.

Ebenso sollten alle Zeugnisse und Zertifikate zu Praktika und Fortbildungsmaßnahmen mit eingereicht werden.

Sofern ein Zeugnis bzw. ein Nachweis nicht vorhanden ist, sollte dazu im Lebenslauf hingewiesen werden (z.B. „ohne Arbeitszeugnis“).

Ansonsten könnte ein Personaler auch zu der Ansicht gelangen, der Bewerber will ein vielleicht schlechtes Zeugnis verheimlichen – was die Absage begründen kann.

 

Viertens: Über- bzw. Unterquailfizierung

Und nicht zuletzt sollten auch die im Stellenangebot beschriebenen Aufgaben und Anforderungen noch einmal insofern gecheckt werden:

Bin ich den Aufgaben weitestgehend gewachsen und erfülle ich insbesondere auch die Muss-Anforderungen (zwingende Voraussetzungen)?

Entspricht dieser Job vielleicht sogar einem Karriererückschritt?

Auch Über- und Unterqualifizierungen sind keine seltenen Absagegründe.

 

Wie antwortet man auf eine Absage?

 
Die richtige Antwort auf die Absage ergibt sich aus der Eigenanalyse und der Überzeugung, tatsächlich eine moderne und professionelle Bewerbung eingereicht zu haben. Damit ist auch eine treffliche Antwort auf die Absage sehr empfehlenswert.

In einer Antwort auf Absagen drückt der Bewerber sowohl sein Bedauern als auch seine Akzeptanz aus. Vor allem aber erklärt er noch einmal nachdrücklich sein großes Interesse, das er weiterhin am Unternehmen und dem beworbenen Job hat.

Damit behält sich der Bewerber eine reale Chance, doch noch den Job zu bekommen.
Denn weil die Personalentscheider feststellen mussten, dass der eingestellte Mitarbeiter doch nicht den Anforderungen entspricht und/oder zum Team passt, wird ihm bereits während der Probezeit wieder gekündigt.

Und somit kommen die Personalverantwortlichen auf jenen Bewerber wieder zu, der mit einer trefflichen Antwort auf Absagen reagiert hat.

 

Beispiel für eine Antwort auf Absagen:

Sehr geehrte/r Frau/Herr …,

vor drei Tagen erhielt ich Ihre Absage auf meine Bewerbung. Zwar bin ich noch immer enttäuscht darüber, aber ich akzeptiere Ihre Entscheidung.

Weil ich Ihrer Absage keine konkreten Gründe entnehmen kann, vermute ich, dass diese nicht meine fachlichen und persönlichen Qualifikationen betreffen, sondern ein anderes Detail ausschlaggebend war.

Deswegen bin ich sehr optimistisch, in einem anderen Unternehmen meine Kenntnisse, Erfahrungen und Fähigkeiten erfolgreich einbringen zu können.

Doch bis es so weit ist, können Sie jeder Zeit gern auf mich zurückkommen, sollten Sie wieder Interesse an meinen Qualifikationen haben. Denn ich bin, trotz der Absage, weiterhin an der Stelle und an Ihrem Unternehmen sehr interessiert.

Ich bedanke mich für Ihre guten Wünsche für meine berufliche Zukunft und wünsche meinerseits Ihrem Unternehmen allzeit viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen

 

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