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Antwort auf Absagen

Wie Sie jetzt mit einer richtigen Antwort
auf Absagen reagieren.

Mit der richtigen Antwort auf Absagen
erhalten Sie sich noch eine Chance!

 

Sehr geehrte Bewerberin,
sehr geehrter Bewerber,

vielleicht ist dieser Text auch Ihnen gut bekannt:

Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir uns für einen anderen Bewerber entschieden haben.

Bei der Vielzahl der eingegangenen Bewerbungen ist uns die Auswahl nicht leicht gefallen.

Letztlich haben wir uns dennoch für einen neuen Mitarbeiter entschieden, der unserer Meinung nach am besten dem Profil für die ausgeschriebene Stelle entspricht…

 

Mit diesem Inhalt sind nahezu alle Absagen geschrieben, die den enttäuschten Bewerbern ins Haus flattern. Denn es sind standardmäßig formulierte Schreiben, aus denen der erfolglose Bewerber mitnichten entnehmen kann, welche genauen Gründe zur Ablehnung führten.

Das ist natürlich umso frustrierender, weil der Bewerber nun auch keinen Anhaltspunkt hat, was er bei einer nächsten Bewerbung besser machen könnte, damit er wenigstens die Chance auf ein Vorstellungsgespräch erhält. Denn den Aufgaben und Anforderungen im Stellenangebot ist er ja durchaus (fast) vollständig gewachsen.

Warum werden keine konkreten Absagegründe genannt?

Aufgrund der stark zunehmenden Auslegung des Antidiskriminierungsgesetzes, das Benachteiligungen aus Gründen der Rasse, wegen ethnischer Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern hat, verfassen die Personalverantwortlichen die Absagen auch bewusst so neutral wie möglich. Da hilft auch kaum ein persönlicher Anruf etwas, um Auskünfte über spezifische Absagegründe zu erhalten.

Aber auch nicht immer liegen die wahren Ursachen einer Absage beim Bewerber.

Dieser kann sich noch so ins Zeug gelegt und eine brilliante, dem modernsten Know-how entsprechende Bewerbung erarbeitet haben – sie ist Makulatur, wenn diese Tatsachen zutreffen:

Antwort auf Absagen Die ausgeschriebene Stelle ist ein Schein-Angebot.
Es gibt so einige windige Unternehmen, die eine Stellenanzeige im Internet oder in der Presse schalten, obwohl faktisch Einstellungsstopp herrscht. Damit wollen diese Firmen nur schlichtweg auf sich aufmerksam machen und sagen: “Schaut her! Uns gibt es noch und uns geht es gut – wir wachsen beständig!” Diese Art der Schleichwerbung wird leider auch immer beliebter.

Antwort auf Absagen Die ausgeschriebene Stelle ist bereits vergeben.
Besonders für öffentliche Einrichtungen und Institutionen besteht Ausschreibungspflicht. Sie müssen also ein Stellenangebot jedermann zugänglich machen, wenn diese neue Mitarbeiter suchen. Aber der geeignete “Bewerber” steht bereits mit beiden Beinen auf festem Unternehmens- bzw. Behördenboden und die geprellten Bewerber können sich abmühen, wie sie wollen, natürlich ohne Erfolg.

Antwort auf Absagen Die ausgeschriebene Stelle ist fehlerhaft
Die Erarbeitung eines Stellenangebotes mit allen Aufgaben und dem geforderten Bewerberprofil obliegt in der Regel der Personalabteilung. Wenn sich aber die zuständigen Personaler mit der relevanten Fachabteilung nicht optimal abgestimmt haben, dann kann das Stellenangebot Aufgaben und Anforderungen enthalten, die so kaum oder gar nicht dem wirklichen Arbeitsumfang in der betreffenden Fachabteilung entsprechen. Die Stellenanzeige ist damit ziemlich wertlos und die eingehenden, darauf optimierten Bewerbungen ebenso.

 

Ob nun eine dieser drei Tatsachen zur Absage geführt hat, wird der Bewerber wohl kaum in Erfahrung bringen können. Dennoch ist es sehr wichtig, die eigene Bewerbung jetzt gründlich zu analysieren, um nicht wieder zu scheitern, sofern es sich um ein seriöses Stellenangebot handelt.

Dazu sollten diese Faktoren bzw. Inhalte
genau unter die Lupe genommen werden:

Antwort auf Absagen Der optische Eindruck
Werden die Bewerbungsunterlagen nicht in einer dafür speziellen Bewerbungsmappe eingereicht, können diese bereits auf dem Stapel der Absagen landen, ohne dass ihnen auch nur ein Blick gewidmet wurde. Solche ersten Aussortierungen übernimmt zumeist ein Personalassistent in Zuarbeit für seinen Chef.
Handelt es aber um eine ansprechende Mappe, kann die erste Durchsicht der Unterlagen ebenso auf Mißfallen stoßen, weil das Papier eventuell knittrig ist oder die Unterlagen nicht in der richtigen Reihenfolge, sondern bunt durcheinander eingelegt wurden.
Auch bei einer E-Mail-Bewerbung spielt der erste optische Eindruck eine große Rolle. Da kann bereits eine „schlüpfrige“ E-Mail-Adresse ebenfalls zur Absage führen.

Antwort auf Absagen Das individuelle Anschreiben
Personalentscheider haben ein sehr gutes Gespür dafür entwickelt, ob sich der Bewerber auch wirklich Arbeit und Mühe mit seinem Anschreiben gemacht hat.
Denn ist es nicht optimal auf das Unternehmen im Allgemeinen und auf das Stellenangebot im Speziellen ausgerichtet, dann entsteht sofort der Eindruck, es handelt sich um eine Massenbewerbung, die inhaltlich zu 99 Prozent auch an beliebig viele andere Unternehmen versendet werden kann oder bereits versendet wurde.
Als „Pate“ dafür stehen hauptsächlich abgedroschene Standardsätze und -formulierungen, die jeder halbwegs erfahrene Personaler bereits auswendig kennt. Das Anschreiben muss also immer ganz individuell mit eigens erdachten Formulierungen hart erarbeitet werden.

Antwort auf Absagen Der lückenlose sowie optimal gewichtete Lebenslauf
Sofern ein Lebenslauf Lücken enthält, kann dieser Umstand bereits der einzige Grund für eine Absage sein.
Denn Personalentscheider erhalten sofort ein rotes Warnsignal, weil sie davon ausgehen, der Bewerber hat etwas recht Unangenehmes zu verbergen. Deshalb muss ein Lebenslauf von der Schulbildung bis zum aktuellen Zeitpunkt immer mit Monats- und Jahreszahlen lückenlos erstellt sein.
Zudem gehören in den Lebenslauf stets die hauptsächlich durchgeführten Tätigkeiten, die bestenfalls haargenau auf die anstehenden Aufgaben aus dem Stellenangebot zutreffen. Nur so kann der Lebenslauf perfekt auf die gewünschte Stelle gewichtet werden und dem Personaler aufzeigen, dass man über die geforderten Qualifikationen und Erfahrungen verfügt.

Antwort auf Absagen Vollständigkeit der Zeugnisse und Nachweise
Zu jedem im Lebenslauf aufgeführten Unternehmen und der damit verbundenen Tätigkeit sollte ein Arbeitszeugnis in den Unterlagen präsent sein.
Das Gleiche gilt auch für die aufgeführten Qualifizierungs- und Fortbildungsmaßnahmen, zu denen jeweils ein Nachweis in Form eines Zertifikats, Zeugnisses oder einer Teilnahmebestätigung vorhanden sein muss.
Fehlen diese wichtigen Unterlagen, sollte bereits im Lebenslauf darauf aufmerksam gemacht werden. Ansonsten entsteht der Eindruck, der Bewerber stellt lediglich unbegründete Behauptungen auf.

Antwort auf Absagen Über- bzw. Unterquailfizierung
Auch das Stellenagebot sollte noch einmal gründlich studiert und geprüft werden. Bin ich wirklich den Aufgaben und Anforderungen (schon) gewachsen oder entsprechen sie eher einem Karriererückschritt? Auch Über- bzw. Unterqualifizierungen sind häufige Absagegründe.

 

Nach der wichtigen Eigenanalyse ist nun eine gute Antwort auf Absagen sehr empfehlenswert.

Denn mit einer Antwort auf Absagen drückt der Bewerber zwar sein Bedauern wie auch seine Akzeptanz aus, doch er erklärt auch noch einmal nachdrücklich sein großes Interesse am Unternehmen und der gebotenen Stelle.

Damit behält sich dieser Bewerber doch noch eine reale Chance, die Zusage zu bekommen, weil die Personalentscheider erst im Nachhinein feststellen mussten, dass der neu eingestellte Mitarbeiter doch nicht zu den Anforderungen und/oder zum Team passt und ihm daher bereits während der Probezeit wieder gekündigt wurde. Und damit kommen die Personalverantwortlichen direkt auf den Bewerber wieder zu, der eine Antwort auf Absagen geschrieben hat.

Eine gute Antwort auf eine Absage könnte demnach so formuliert werden:

Sehr geehrte/r Frau/Herr …,

vor drei Tagen erhielt ich Ihre Absage auf meine Bewerbung. Zwar bin ich noch immer enttäuscht darüber, aber ich akzeptiere Ihre Entscheidung.

Weil ich Ihrer Absage keine konkreten Gründe entnehmen kann, vermute ich, dass es nicht an meinen Qualifikationen gemangelt hat, sondern ein anderes Detail einem Mitbewerber den Vorzug gab.

Deswegen bin ich sehr optimistisch, in einem anderen Unternehmen mit meinen Stärken und Fähigkeiten Fuß fassen zu können.

Doch bis es so weit ist, können Sie dennoch jeder Zeit gern auf mich zurückkommen, sollten Sie wieder Interesse an meinen Qualifikationen haben. Denn ich bin, trotz der Absage, weiterhin an der Stelle und an Ihrem Unternehmen sehr interessiert.

Ich bedanke mich für Ihre guten Wünsche für meine berufliche Zukunft und wünsche meinerseits Ihrem Unternehmen allzeit viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen

 

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