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Antwort auf Absagen

Wie Sie jetzt mit einer trefflichen Antwort auf Absagen wirksam reagieren.

Liebe Bewerberin, lieber Bewerber,

vielleicht ist Ihnen dieser Text auch gut bekannt:

Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir uns im aktuellen Bewerbungsverfahren für andere Mitbewerber*innen entschieden haben, die unser Erwartungsprofil für diese Stelle noch treffender erfüllen.
Bei der Vielzahl der eingegangenen Bewerbungen ist uns die Auswahl auch keineswegs leicht gefallen.
Für Ihre weitere Zukunft wünschen wir Ihnen alles Gute.

 

Damit werden die meisten Absagen als Standard-Texte geschrieben, aus denen kein einziger Grund erkennbar ist, der zur Ablehnung führte.

Der enttäuschte Bewerber hat somit auch keinen Anhaltspunkt, was er bei einer nächsten Bewerbung besser machen könnte, um eine echte Chance für ein Vorstellungsgespräch zu erhalten. Den erforderlichen Aufgaben und Anforderungen ist er ja durchaus gewachsen.
Was aber muss noch besser dargestellt werden, damit die Bewerbung wirklich überzeugt?

Warum werden keine konkreten Absagegründe genannt?

Aufgrund der stark zunehmenden Auslegung des Antidiskriminierungsgesetzes, das Benachteiligungen aus Gründen der Rasse, wegen ethnischer Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern hat, verfassen die Personalverantwortlichen die Absagen auch bewusst so neutral wie möglich.
Da hilft auch kaum ein persönlicher Anruf etwas, um Auskünfte über spezifische Absagegründe zu erhalten.

Aber auch nicht immer liegen die wahren Ursachen einer Absage beim Bewerber.

Dieser kann sich noch so ins Zeug gelegt und eine professionelle Bewerbung erarbeitet haben – sie ist nur Makulatur, wenn diese Tatsachen zutreffen:

Antwort auf Absagen Das Stelle ist nur zum Schein ausgeschrieben.
Es gibt so einige windige Unternehmen, die eine Stellenanzeige im Internet oder in der Presse schalten, obwohl faktisch Einstellungsstopp herrscht. Das Ziel dieser Schleichwerbung ist Aufmerksamkeit zu erregen und dabei zu sagen: “Uns geht es ausgezeichnet – wir wachsen beständig!”

Antwort auf Absagen Der Job ist bereits vergeben.
Viele Unternehmen und insbesondere öffentliche Einrichtungen sind verpflichtet, offene Stellen für jedermann zugänglich auszuschreiben. Aber einem geeigneten “Bewerber” ist der Job bereits fest zugesagt. Und die echten (geprellten) Bewerber können sich noch so abmühen – natürlich ohne Erfolg.

Antwort auf Absagen Das Stellenangebot ist falsch formuliert.
Die Erarbeitung eines Stellenangebotes ist in der Regel Aufgabe der Personalabteilung. Wenn sich diese aber nicht mit der relevanten Fachabteilung abgestimmt hat, kann das Stellenangebot Aufgaben enthalten, die nicht den tatsächlichen Arbeitsumfang in der betreffenden Fachabteilung beschreiben. Die Stellenanzeige ist damit wertlos und die entsprechenden Bewerbungen ebenso.

 

Ob nun eine dieser drei Tatsachen zur Absage geführt hat, wird der Bewerber wohl kaum in Erfahrung bringen können.
Dennoch ist es sehr wichtig, die eigene Bewerbung gründlich zu analysieren, um nicht wieder zu scheitern, sofern es sich um ein seriöses Stellenangebot handelt.

Dazu sollten diese Aspekte genau untersucht werden:

Antwort auf Absagen Der optische Eindruck
Heute werden die meisten Bewerbungen per E-Mail versendet.
Dabei sollte bereits ein spannender E-Mail-Betreff sowie ein kurzer neugierig machender E-Mail-Text Aufmerksamkeit erregen.
Wenn daraufhin der Personaler die eingesendeten PDF-Dateien öffnet, sollte ihm sofort ein geschäftsmäßiges Erscheinungsbild begegnen.
Dieses darf nicht aus einem Dschungel von Grafiken und bunter Farben bestehen, sondern es muss gleich ein übersichtlicher und strukturierter Text präsentiert werden, der zum Lesen animiert.

Antwort auf Absagen Ein optimiertes Anschreiben
Personaler verfügen über ein gutes Gespür, ob ein Anschreiben mit Fleiß und Mühe erarbeitet wurde.
Dafür muss es einerseits sowohl auf das Unternehmen als auch auf das Stellenangebot optimal ausgerichtet sein. Und andererseits muss es eine überzeugend argumentierte Motivation des Bewerbers enthalten.
Es darf vor allem nicht den Eindruck eines Massenanschreibens erwecken, das stets mit gleichem Inhalt an weitere Unternehmen versendet werden kann oder bereits versendet wurde.
Und das ist auch ein Hauptgrund für Absagen, eben weil der Bewerber nicht mit Fleiß und Mühe das Anschreiben erstellt hat.
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Antwort auf Absagen Ein lückenloser und aussagekräftiger Lebenslauf
Wenn ein Lebenslauf Lücken enthält, kann das bereits der Absage-Grund sein.
Ein lückenloser Lebenslauf enthält alle Phasen von der Schulbildung bis zur aktuellen Tätigkeit – und stets mit Monats- und Jahresangaben.
Ein aussagekräftiger Lebenslauf enthält insbesondere alle Haupttätigkeiten zu den verschiedenen Arbeitsverhältnissen. Dabei ist es besonders wichtig, jene Tätigkeiten präzise anzugeben, die sich mit den Aufgaben des Stellenangebotes weitestgehend decken. Dadurch wird der Lebenslauf entscheidend gewichtet, so dass die Eignung des Bewerbers klar hervorgeht.
Ebenso gehören zum aussagekräftigen Lebenslauf auch die Angaben zu Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie zu Sprach- und IT-Kenntnissen.

Antwort auf Absagen Vollständigkeit der Bewerbungsunterlagen
Zu allen Arbeitsverhältnissen sollte ein Arbeitszeugnis vorliegen. Besteht die aktuelle Berufstätigkeit schon seit mindestens drei Jahren, sollte auch ein zeitnahes Zwischenzeugnis ausgestellt sein.
Weiterhin gehören zu den vollständigen Unterlagen die Abschlusszeugnisse zu Studium, Berufsausbildung und Schulbildung.
Ebenso sollten alle Zeugnisse und Zertifikate zu Praktika und Fortbildungsmaßnahmen mit eingereicht werden.
Sofern ein Zeugnis bzw. ein Nachweis nicht vorhanden ist, sollte dazu im Lebenslauf hingewiesen werden (z.B. „ohne Arbeitszeugnis“).
Ansonsten könnte ein Personaler auch zu der Ansicht gelangen, der Bewerber will ein vielleicht schlechtes Zeugnis heimlich verbergen – was für ihn die Absage bedeutet.

Antwort auf Absagen Über- bzw. Unterquailfizierung
Und nicht zuletzt sollten auch die im Stellenangebot beschriebenen Aufgaben und Anforderungen noch einmal insofern gecheckt werden:
Bin ich den Aufgaben weitestgehend gewachsen und erfülle ich insbesondere auch die Muss-Anforderungen?
Entspricht dieser Job vielleicht sogar einem Karriererückschritt?
Auch Über- und Unterqualifizierungen sind keine seltenen Absagegründe.

 

Ergibt sich aus dieser wichtigen Eigenanalyse die Überzeugung, eine moderne und professionelle Bewerbung eingereicht zu haben, ist eine treffliche Antwort auf die Absage sehr empfehlenswert.

In einer Antwort drückt der Bewerber sowohl sein Bedauern als auch seine Akzeptanz aus. Vor allem aber erklärt er noch einmal nachdrücklich sein großes Interesse, das er weiterhin am Unternehmen und dem beworbenen Job hat.

Damit behält sich der Bewerber eine reale Chance, doch noch den Job zu bekommen.
Denn weil die Personalentscheider feststellen mussten, dass der eingestellte Mitarbeiter doch nicht den Anforderungen entspricht und/oder zum Team passt, wird ihm bereits während der Probezeit wieder gekündigt.

Und somit kommen die Personalverantwortlichen auf jenen Bewerber wieder zu, der mit einer trefflichen Antwort auf die Absage reagiert hat.

Beispiel für eine Antwort auf Absagen:

Sehr geehrte/r Frau/Herr …,

vor drei Tagen erhielt ich Ihre Absage auf meine Bewerbung. Zwar bin ich noch immer enttäuscht darüber, aber ich akzeptiere Ihre Entscheidung.

Weil ich Ihrer Absage keine konkreten Gründe entnehmen kann, vermute ich, dass es nicht an meinen Qualifikationen gemangelt hat, sondern ein anderes Detail einem Mitbewerber den Vorzug gab.

Deswegen bin ich sehr optimistisch, in einem anderen Unternehmen meine Kenntnisse, Erfahrungen und Fähigkeiten erfolgreich einbringen zu können.

Doch bis es so weit ist, können Sie dennoch jeder Zeit gern auf mich zurückkommen, sollten Sie wieder Interesse an meinen Qualifikationen haben. Denn ich bin, trotz der Absage, weiterhin an der Stelle und an Ihrem Unternehmen sehr interessiert.

Ich bedanke mich für Ihre guten Wünsche für meine berufliche Zukunft und wünsche meinerseits Ihrem Unternehmen allzeit viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen

 

Absagen am besten gleich vermeiden!

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